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Mikrochirurgie des Ohres und der Schädelbasis

An unserer Klinik bieten wir als einen therapeutischen Schwerpunkt das gesamte Spektrum an operativen Eingriffen bei Erkrankungen der Ohren an. Dies umfasst neben der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie der Ohrmuschel, der Korrektur von Fehlbildungen sowie der Operationen des Gehörganges bei Verengungen desselben vor allem die hörverbessernden Operationen bei chronisch entzündlichen Erkrankungen des Mittelohres. Viele dieser Erkrankungen führen zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit. Unterschieden wird hierbei die chronische Schleimhauteiterung (Defekt im Trommelfell) und die chronische Knocheneiterung (Cholesteatom), die sich meist neben der Hörminderung durch eine Sekretion aus den Gehörgängen bemerkbar machen. Ziel der operativen Sanierung ist hier die Entfernung des entzündlich veränderten Gewebes und die Rekonstruktion der Gehörknöchelchenkette und des Trommelfells zur Hörverbesserung.

Weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Chirurgie beim Vorliegen einer Otosklerose. Diese Erkrankung betrifft etwa 1 % der mitteleuropäischen Bevölkerung und führt zu einer meist zunehmenden Mittelohrschwerhörigkeit. Im Rahmen einer sogenannten Stapes-Operation wird hierbei der Steigbügel durch eine Prothese aus Titan ersetzt, wodurch in den allermeisten Fällen ein annähernd normales Hörvermögen wieder hergestellt werden kann.

Ebenso bieten wir sämtliche operative Therapieformen beim M. Menière an. Bei dieser Erkrankung, die durch anfallsartig auftretenden Drehschwindel mit Hörminderung und Ohrgeräuschen charakterisiert ist bieten sich je nach Krankheitsstadium die Saccusdekompession/Saccotomie, die Gentamycintherapie im Bereich des Mittelohres oder bei anderweitig nicht erreichbaren Möglichkeiten die Labyrinthektomie bzw. Neurektomie an. Bei akuten Hörverlusten (Hörsturz) mit plötzlich einsetzender einseitiger Ertaubung führen wir bei vorliegendem Verdacht auf eine Ruptur der Rundfenstermembran die Abdeckung des runden Fensters im Mittelohr durch.

Neben der Entfernung von Tumoren des äußeren Gehörgangs und des Mittelohres (hier vor allem Glomustumore) führen wir die Entfernung von meist gutartigen Tumoren des inneren Gehörgangs (Vestibularisschwannome oder Akustikusneurinome) durch. Dabei wird der Tumor in Abhängigkeit vom Hörvermögen und zum Teil mit Hilfe eines Navigationssystems durch unterschiedliche Zugangswege unter Hirnnervenmonitoring entfernt.