Leistungsspektrum > Operative Therapie > Endoskopische NNH-Chirurgie

Endoskopische Nasennebenhöhlen- und Tränenwegschirurgie

Moderne Chirurgie der Nase und Nasennebenhöhlen

Chronische Entzündungen im Bereich der Nasennebenhöhlen können zu Schleimhautschwellungen sowie zu Polypen- oder Zystenbildung in der Nase oder in den Nasennebenhöhlen (NNH) führen. Hierdurch werden die Belüftung und die Drainage behindert, die für ein gesundes NNH-System erforderlich sind.
Ziel einer operativen Therapie ist ein minimal-invasiver Eingriff, der mit einem Endoskop und/oder Mikroskop durch die Nasenlöcher durchgeführt wird, ohne Schnitte in die Gesichtsregion zu legen. Bei der Operation werden knöcherne Engstellen am Übergang der Nase in die NNH erweitert und Polypen und Zysten entfernt. Regenerationsfähige Schleimhautanteile werden geschont, um nach Ausheilung gesunde Nasennebenhöhlen zu erhalten.

Eine besondere Operationsmethode stellt die Operation mit dem "Shaver-System" dar. Der "Shaver" ermöglicht ein Gewebe schonendes und sicheres Operieren, insbesondere bei einer Polypenerkrankung der NNH. Er besteht aus einer Metallhülse, in der sich ein rotierendes Messer befindet. Das erkrankte Gewebe (Polypen) wird in die Hülse gesaugt und durch das Messer abgetragen. Wichtige Strukturen, wie das Auge oder die Schädelbasis können so geschont werden. Gleichzeitig ist eine Spülung des Operationsfeldes und die Entfernung von Blutresten möglich.

Ein unterstützendes Operationssystem, die computergestützte Nasennebenhöhlen-Navigation steht in unserer Klinik ebenfalls zur Verfügung. Die NNH befinden sich in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Strukturen, wie z.B. dem Auge, der Schädelbasis oder größeren Gefäßen. Neben anatomischen Kenntnissen und fundierten chirurgischen Erfahrungen bietet die computergestützte Navigation zusätzlich Sicherheit während der Operation. Die Daten der Computertomographie (CT) werden über das Navigationssystem mit den anatomischen Patientendaten abgeglichen und auf diese Weise eine intraoperative Navigation gewährleistet. Der Operateur kann so mit einem Sensor die endoskopisch identifizierten chirurgischen Landmarken im CT des Patienten überprüfen.

Endonasale Tränenwegschirurgie (Dakryozystorhinostomie)

Engstellen im Bereich der Tränenwege (Stenosen) führen bei betroffenen Patienten zu einer vermehrten Tränensekretion und häufigen Entzündungen des betroffenen Auges.


Ursächlich für eine solche Tränenwegsstenose können Entzündungen, Verletzungen aber auch Tumore sein. Eine Besonderheit stellen die kindlichen Tränenwegsstenosen dar, welche häufig angeboren sind und schon bei Säuglingen zu tränenden Augen bzw. wiederkehrenden Entzündungen des Auges führen können.


Bei der endonasalen Tränewegschirurgie wird durch die Nasen, ohne Schnitt von Außen der Tränenweg aufgesucht und sondiert und anschließend ein Silikonschlauch in den Gang implantiert. Dieser Schlauch dient zur Schienung und wird nach einiger Zeit ambulant entfernt.